EFB-Schmalspurmodule

... die Preßnitztalbahn in H0e

 

Neben den Modulen in Normalspur wollte eine kleinere Gruppe von EFB-Mitgliedern schon immer auch ihre Leidenschaft für das Thema Schmalspurbahn mit H0e-Modellen ausleben. Die Idee zum Modulbau für die Spurweite H0e entstand Anfang der neunziger Jahre. Es sollte jedoch noch eine ganze Weile mit der Umsetzung dauern, aber 1995 war es dann soweit. Zunächst waren es vier Mitglieder, die sich gemeinsam für diese Idee begeisterten.


Um einen vielfältigen Fahrzeugeinsatz zu ermöglichen, planten wir zuerst eine "Königlich Württembergisch-Sächsische Staatsbahn" in Epoche 3-4, also im Zeitraum von etwa 1967 bis 1971, mit vorbildgerechten Bahnhofsanlagen und freier Streckenführung. Kernstücke dieser ersten Schmalspuranlage bildeten der Übergabebahnhof "Hofstetten" und der sächsische Endbahnhof "Jöhstadt." Beide entstanden zwischen 1995 und 1997.

 Die Anlagen-Grundkonzeption beruhte auf einer Modulkastenform mit einer Länge von 125 cm und einer Breite von 40 cm mit flachem Profil und einer nicht mittigen Gleisführung, also in Seitenlage, um mehr Raum für die Landschaft zu erhalten. Die Bahnhofsmodule sollten jedoch, je nach Bedarf, in der Breite variabel sein. Mit der Zeit wurde die Schmalspurstrecke um so sinnvolle Elemente erweitert, wie z.B. den Haltepunkt "Bismarckstraße", den Streckenteil "Loreleifelsen" u.a. mehr.

Von Anfang an galt die Begeisterung den sächsischen Schmalspurbahnen, vor allem der Preßnitztalbahn von Wolkenstein nach Jöhstadt. Nach einer konzeptionellen Korrektur entschieden wir uns in der 2. Phase für das Thema "Preßnitztalbahn", wobei zunächst weitere Vorbildbahnhöfe dieser stillgelegten sächsischen Schmalspurbahn von Wolkenstein nach Jöhstadt entworfen und gebaut wurden. Nach und nach entstanden so die Bahnhöfe "Steinbach" - mit dem berühmten Wasserhaus - und "Schmalzgrube", sowie weitere Streckenteile in Anlehnung an das Vorbild mit typischen Ausstattungsmerkmalen. Besonderer Wert wurde hierbei auf vorbildgetreue Gestaltung und Detailausführungen gelegt.

 Anhand von Originalplänen, Zeichnungen und historischen Fotos der Preßnitztalstrecke wurden in den letzten Jahren Bahnhöfe und Gebäude so exakt wie möglich im Modell nachgebildet. Aus leicht nachvollziehbaren Gründen entstanden natürlich fast alle Gebäude und viele Ausstattungsdetails im Selbstbau. Im vollständig durchgestalteten Schmalspurbahnhof "Schmalzgrube" finden sich alle Details des Vorbildes wieder, wie z.B. eine funktionsfähige Gleissperre und Beleuchtung am Bahnsteig.

Auch der schon in die Jahre gekommene Übergabebahnhof "Hofstetten" war zwischenzeitlich grundlegend überarbeitet worden und hatte ein neues, preußisch anmutendes "Outfit" erhalten. Gelegen an der eingleisigen Hauptbahn (in Baugröße H0) ermöglicht er jetzt den Anschluß der Schmalspurbahn an unsere Modulanlage. Problemlos können die Schmalspurmodule nun nicht nur in die H0-Anlage intergriert, sondern auch weiterhin als komplett eigenständiges Thema gezeigt werden.

Der Endbahnhof "Jöhstadt" wurde 2008/2009 überarbeitet. Ausschlag hierfür gab das Erscheinen neuer H0e-Weichen von Modellbau-GLÖCKNER, welche nunmehr vorbildlich sind und vor allem betriebssicher (stromsicher) funktionieren. Die älteren Produkte haben in dieser Hinsicht nicht immer für Zufriedenheit gesorgt.

  2010/2011 wurde der Bahnhof "Steinbach" fertiggebaut, nachdem er durch den allzu frühen Tod unseres Kameraden Henrik Schütz halbfertig mehr oder weniger im Dornröschenschlaf lag. Seine Ausstellungs-Premiere hatte der Bahnhof an Pfingsten 2011 in Jöhstadt.

 Seit dem Frühjahr 2012 wird am Bahnhof "Schlössel" gebaut. Nach seiner Fertigstellung werden dann alle Bahnhöfe der heutigen "Pressnitztalbahn" im Stil der Epoche 3 - 4 vorhanden sein. Mit diesem Neubau hat sich die Schmalspurgruppe auch dazu entschieden die Standardbreite der Schmalspurmodule auf 50 cm zu verbreitern. Die Erfahrung hatte gezeigt, dass diese breitere Modulgröße für Kurven und Kreisbögen eine optimale Linienführung begünstigt.

 Und es geht weiter: Der nächste Bahnhof in Richtung des früheren Streckenausgangspunktes Wolkenstein ist schon in Planung, ebenso Niederschmiedeberg mit dem bekannten Kühlschrankwerk ...

Es war uns immer eine besondere Freude und Ehre, dass wir das bisher vorhandene Arrangement bereits auf mehreren Ausstellungen im In- und Ausland zeigen durften, darunter auch mehrmals "vor Ort" - d.h. bei unseren Freunden der IG Pressnitztalbahn anlässlich Ihrer Pfingstfeste.