... EFB-Museums-Werkstatt

 

In einem „Rollenden Museum“ kann und darf nicht mehr wirklich alles genau dem historischen Zustand entsprechen - auch wenn man es noch gern möchte.
Ein betriebsfähiger Museumszug unterliegt heute nicht nur den gesetzlichen Sicherheitsbestimmungen für die Personenbeförderung, sondern auch den strengen Vorschriften der betrieblichen Bahnsicherheit. Hinzu kommen zeitgemäße Anforderungen an die gesamte Technik (z.B. Bremsen und Hygiene), Fahrzeugsanierung, Wartung und Unterhalt, die ebenfalls konstant in die historischen Fahrzeuge mit einfließen müssen.

Die ersten Fahrzeuge wurden 1973 von ihren bisherigen Standorten in Endingen a.K. und Furtwangen, über den Wehrle-Werksanschluß (aber mit zum Teil neu verlegten Gleisen und Weichen) direkt zur EFB-Werkstatt nach Emmendingen überführt, die noch heute besteht.

Denkmalpflegerische Grundsätze wie, „Konservierung vor Restaurierung“, aber auch Aspekte der Betriebssicherheit führten dazu, dass sich die Eisenbahnfreunde entschieden das „Rollende Museum“ in der Zeit der 30iger bis 50iger Jahre zu präsentieren. Typisch für diese Periode ist z.B. der einfache grüne Anstrich der historischen Personenwagen.

Die ersten restaurierten Wagen waren 1976 einsatzbereit, 1978 folgte dann die vereinseigene Dampflokomotive 384 (Baujahr 1928) die sich seit 1973 im Besitz des Vereins befand. Seitdem ist am Kaiserstuhl der Museumszug „Rebenbummler“ regelmäßig, von Mai bis Oktober, in Betrieb.

Genauso regelmäßig mussten auch die einzelnen Museumsfahrzeuge turnusgemäß zu Wartungs- und Revisionsarbeiten in die EFB-Werkstatt. Sie war mit Beginn der Fahrzeugaufarbeitungen (ab 1974) nach und nach ausgebaut worden und verfügt heute über eine Montagehalle und zwei Werkstattgebäude. Eine gute Ausstattung für die Metall- und Holzbearbeitung gestattete es zudem umfangreichere Reparaturen, Revisions- und Restaurierungsarbeiten bis 2000 autonom durchführen zu können.


Für die weitere Sicherstellung des Museumsbetriebes, die DB AG hatte im Frühjahr 2000 den bisherigen Wehrle-Gleisanschluss entfernt, mussten die Werkstattarbeiten aufgeteilt und für den Fuhrpark ein zweites Team am Zugstandort Riegel eingerichtet werden.

Dringend notwendige Arbeiten werden deshalb auch mal, wenn nötig, unter freiem Himmel durchgeführt. Nur noch schwere und langwierige Instandsetzungen, z.B. die komplette Erneuerung eines Waggonaufbaus, werden auch weiterhin in der Museums-Werkstatt in Emmendingen ausgeführt. Andere Arbeiten, z.B. an den Fahrwerken der Waggons, werden seither auch fremd vergeben.

 

 

Wenn Sie Freude an historischer Technik haben, gerne zupacken, Erfahrung und Ihr Wissen mit einbringen und etwas bewegen wollen - dann sind Sie bei uns genau richtig.

Wir suchen nicht nur Spezialisten mit guten Kenntnissen in der Metall- und Holzbearbeitung, sondern Menschen, denen Teamgeist und Kameradschaft wichtig sind. Jeder noch so „Ungelernte” kann deshalb bei uns aktiv werden, um die historisch wertvollen Exponate betriebsfähig zu halten. Einfache Montagearbeiten, Entrosten, Lackieren oder kleinere Ausbesserungen sind die am häufigsten anfallenden Tätigkeiten - und den Rest kann man auch noch lernen.

Schnuppern Sie doch einfach mal unverbindlich in unsere EFB-Museums-Werkstatt. Schauen Sie sich um und führen Sie anregende Gespräche mit unseren Werkstatt-Aktivisten. Sie würden sich über Ihren Besuch jedenfalls sehr freuen und heißen Sie schon heute ganz herzlich Willkommen.

 

Doch auch hier ist die Zeit nicht stehengeblieben!

Seit über 30 Jahren befindet sich die Museums-Werkstatt für das „Rollende Museum“, dank der großzügigen Unterstützung durch die Wehrle-Werk AG, in Emmendingen. Zum Ende 2017 müssen wir nun das Gelände räumen, weil es verkauft wurde und überbaut werden soll. Die Werkstatt sucht also ein neues Zuhause ...